Die Energie der Sommersonnwende nutzen

 

Wir befinden uns kurz vor der Sommersonnwende, alles, was erfolgreich gekeimt ist, liebevolle Zuwendung bekam, entfaltet sich nun in voller Pracht. Das Wachstum hat alle Winkel ergriffen, es ist die Zeit der Blüte und der leckeren ersten frischen Früchte. Unsäglich viele Heilkräuter haben ihren Platz eingenommen und stehen uns mit ihrer ganzen Kraft zur Verfügung.

 

Innerhalb der Elemente von Erde, Wasser, Luft und Feuer ist diese Jahreszeit des Sommers die Umwandlung von Luft in Feuer oder von Feuchtigkeit in Trockenheit.

Unsere Körper bewegen sich von der begeisternden Ausdehnung des Frühlings und seinem immensen Wachstum hin, zur Reifung.  Es ist Zeit, sich von dem zu lösen, was der Frühling dir hätte bringen können, zu dem, was nun wirklich im Sommer in seiner Blüte steht.

Angespornt durch das Wachstum um uns herum, können wir uns auch im Juni mit unserem eigenen Wachstum beschäftigen. Eine Pflanze trifft keine bewusste Entscheidung dafür, ein Stück zu wachsen und sich zu entfalten, sie nutzt nur die vorherrschenden Kräfte und gibt sich dem hin. 

 

Wir jedoch können uns ganz bewusst entscheiden und schauen, was unser Wachstum fördert und hierfür die idealen Bedingungen schaffen.

 

Wenn wir wachsen und in unser volles Potential kommen wollen, braucht es hierfür Raum

 

  • gibt es in deinem Leben einen Bereich, in dem du dich gemütlich eingerichtet hast und evtl. nicht mehr aus deiner Komfortzone herausgewachsen bist?
  • Verwendest du wirklich deine ganze Kraftfür das, was dir wirklich wichtig ist?
  • Entfalten sich deine Ideen, Gedanken und Talente nach und nach?

Der Monat Juni ist der römischen Göttin Juno geweiht, deren Name wiederum verwandt ist mit Yoni und Uni-versum. Sie ist die Allmächtige, die Mutter allen Lebens. Juno steht vorall für die Frauenkraft. Die alte Verkörperung der Juno als Lebenskraft der Jugend, ihre vielschichtigen Zuständigkeiten für alle weiblichen Angelegenheiten lassen sie zur umfassenden Frauen-Göttin werden. Sie ist zugleich Göttin der Gestirne sowie Hüterin aller sozialen Bindungen in Sippen, Ehe und Familie.

 

Der helle Juni fordert uns dazu auf, einen klaren Blick auf Lebensumstände zu werfen, die unserem Wachstum nicht mehr dienlich sind, oder die uns einschränken und behindern. Nutze den Monat und lasse Licht in die dunkle Kammer, die du so gerne meidest!

 

 

 

Sommerwildkräuter

wilde Malve - Malva sylvestris

 

Dieses hochwachsende Kraut mit seinen hübschen rosa bis lilafarbenen Blüten finden wir sehr weitläufig in unserem Breitengrad. die unterschiedlichsten Malvenarten sind auf der ganzen Welt eingebürgert.

 

Die Malve ist ein schleimförderndes Kraut, dies bedeutet, dass es unseren Körper, allen voran, unsere Schleimhäute gut befeuchtet. Somit eine gute Wahl für die sommerlichen Bedingungen ist, in denen wir manchmal unseren Flüssigkeitshaushalt vernachlässigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wilde Kamille, auch bekannt als strahlenlose Kamille - Matricaria discoidea

 

Die wilde Kamille ist eine duftende Verwandte der Kamille -
Matricaria chamomilla, welche häufig in der traditionellen, westlichen Kräuterkunde eingesetzt wird. Die wilde Kamille kann in gleicher Weise als Verdauungshilfe eingesetzt werden. Sie ist sanft beruhigend, entzündungshemmend und von Natur aus krampflösend. Sie gibt einen leckeren Tee und kann heiß wie kalt genossen werden. Von der Signatur her zeigt sie uns das pure sonnenglänzende Licht, mit der sie verbunden ist und gilt als Verbündete zum Sternzeichen Löwe. Sonnenpflanzen erheitern unser Gemüt, so sollten wir auch einen Vorrat für den Winter zulegen.

 

 

 

 

echtes Johanniskraut - Hypericum perforatum

 

Ein Kraut, das lange mit dem Hochsommer verbunden ist. Johanniskraut  ist ein Kraut des Herzens und der Liebe in allen Formen. Eine der häufigsten Verwendungen von ist für die Linderung von Depression. Während es nicht ganz klar ist, wie Jjohanniskraut funktioniert, haben neuere Studien gezeigt, dass es antidepressive Qualitäten ohne die Nebenwirkungen von pharmazeutischen Alternativen hat. Im Allgemeinen ist das Kraut eine fantastische Unterstützung zur Regenerierung des Nervensystems und hilft uns, uns zu beruhigen und zu stabilisieren. Johanniskraut-Öl ist eine ausgezeichnete After-Sun-Behandlung, bei Verbrennungen und allgemein bei Hitzschlag. Für jede magische oder medizinische Verwendung im Hochsommer - die als die mächtigste Zeit im Jahreskreis gilt, kommen wir um das Johanniskraut nicht herum!

 

 

kleine Braunelle - Brunella vulgaris, Prunella vulgaris

 

Die kleine Braunelle ist auch unter dem Namen "Allheil" bekannt.

Sie ist ein kleinwüchsiger Tausendsassa und gilt daher als Allheilmittel. Sie ist für alle Verletzungen anwendbar, bei denen stagnierende Hitze ein Problem ist.

 

Sie wurde zur Wundheilung eingesetzt, als Desinfektionsmittel, bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und schließlich bei Wurmbefall, Verstopfung, Halsschmerzen, Nieren- und Gallensteinen und sogar bei Zahnschmerzen.

 

Im englischen wird sie gerne "Selfheal" genannt, da sie unsere Selbstheilungskräfte aktiviert und fördert.

 

Vielleicht möchtest du mit ihr deine eigene Blütenessenz oder eine Pflanzenverreibung machen, um mit deinen eigenen Selbstheilungskräften iintensiver in Kontakt zu kommen?

 


Ostara - Frühlingsbeginn

Frühlingsritual

Ein Frühlingsritual zur TagundNachtgleiche bietet sich um den Zeitraum des

20. März an, um das erwachende Leben zu begrüßen und uns anzubinden an die Kraft des Sprießens und Heraus-Drängens.

Ergänze Deinen Altar mit Kerzen, evtl. in Weiß, Orange, Hellgrün oder Rot und mit Symbolen für die vier Elemente, denn sie sind es, die das Leben in allen seinen Formen bewegen und verwandeln.


Für das Feuer stellen wir eine Kerze auf, für das Wasser eine Schale Wasser oder Muscheln. Für die Erde einen schönen Stein und Räucherstäbchen oder Federn für die Luft.

Für das Ritual benötigen wir einen hübschen Blumentopf mit frischer Erde und Blumenzwiebeln von Blumen, die uns richtig gut gefallen.
Außerdem sollten wir etwas Leckeres zum essen vorbereiten, das zum Frühling passt. Frisches Brot und Quark mit Frühlingskräutern.

Das Ziel des Rituales ist es, sich mit den erwachenden Kräften der Natur zu verbinden und diese Kräfte in unsere eigenen Ziele fließen zu lassen.

Beginne bei Deinem Rituale damit, am Ort des Rituales um alle Anwesenden einen wirklichen oder gedachten Kreis zu ziehen. Er trennt das Ritual von der Alltagswelt und konzentriert die Energie, die während des Rituales entsteht. Stelle oder setzen wir uns gemeinsam zu einem Kreis . Mit diesem Kreis ziehen wir eine Grenze zur alltäglichen Welt und erschaffen einen besonderen Ort. Alle und alles darin sind geschützt und getragen.

Nun laden wir die Himmelsrichtungen ein:

Beginne im Osten, Süden, Westen dann Norden, somit „verorten“ wir das Ritual in der Welt.
Wende Dich dann laut an die Elemente um sie zu Begrüßen, begrüße die Kraft der Luft, die den neuen Wind des Erwachens bringt, begrüße die Kraft des Feuers, der Wärme, die Liebe und Leben bringt. Begrüße das Wasser, das reinigt und bewegt, und begrüße die neu erwachende Erde, die das Leben vervorbringt und das „materialisiert“ was vorher nur ein Gedanke war.

Nun ist es Zeit innerlich zur Ruhe zu kommen. Dazu eignet sich eine Erdungsmeditation gut. Du kannst die Verbindung von Himmel und Erde über die Visualisierung eines Baumes herstellen, bleibe einen Moment in diesem Gefühl um zu ruhen und zu spüren, wie die Kräfte und Säfte überall, auch in Dir selbst sind, wie sie nach oben sprießen und sich ausbreiten. Auch wir sind voller Knospen, die sich öffnen wollen.

  • Was genau möchtest Du in diesem Jahr entfalten in Deinem Leben?
  • Was wünscht Du Dir von ganzem Herzen, welche Pläne stehen an?
  • Vielleicht möchtest Du eine bestimmte Fähigkeit oder Eigenschaft in Dir stärken?
  • Vielleicht etwas angehen, dass Du schon lange vor Dir herschiebst?
  • Vielleicht möchtest Du richtig große Veränderungen einleiten, umziehen, eine neue Arbeitsstelle finden oder ein eigenes Projekt starten?
  • Vielleicht möchtest Du jedoch einfach nur das Leben mehr genießen, Dir mehr Zeit für Dich selbst nehmen und das machen, was Dir Kraft und Freude schenkt.


Wenn du das Ritual mit anderen gemeinsam machst, dann öffnen wir wieder die Augen und fassen uns alle für einen Moment an den Händen.

Jede/r von uns nimmt nun nacheinander einen Blumentopf und füllt ihn mit Erde. Sprich dazu folgende oder ähnliche Wort:
Alles, was ich beginne, fällt auf gute, fruchtbare Erde, die mich nährt und wachsen läßt.“

Dann konzentriere Dich, mit Deinen Plänen ernst zu machen. Reihum wird die folgende Zeremonie durchgeführt.
Nimm einen Blumentopf und eine Blumenzwiebel und sprich dazu:

- Mit der Kraft des erwachenden Lebens bringe ich jetzt und hier in mein Leben Folgendes auf den Weg.

Beschreibe nun Dein Ziel, Dein Projekt so genau wie es Dir möglich ist. Ende dann mit den Worten:

- Wie ich diese Zwiebeln gesetzt habe, mache ich nun den ersten Schritt und nehme mich und mein Ziel ernst. Mögen mir die Kräfte des Frühlings ihre Unterstützung und ihren Segen geben.

Die anderen im Kreis verstärken nun mit den Worten „So ist es“ die Energie des Einzelnen.

Wenn alle Zwiebeln gesetzt sind stellen wir die Blumentöpfe zurück zum Altar.
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- Alles, was an Neuem nun auf den Weg gebracht wurde, wird nun wurzeln und wachsen. Alles wird sich entfalten, dessen Zeit gekommen ist -

Dann danke den gerufen Himmelsrichtungen und den vier Elementen für ihre Untersützung.
Verneige Dich beginnend im Norden,Westen, Süden dann im Osten. Löse das Ritual auf.